Der Fall "Kunduz"

Wer sind die Kläger vom Kunduz-Bombardement?



Zu einem Krieg gehört u.a. auch eine berechenbare, wirkungsvolle Kriegspropaganda und Rechtfertigungen, wie z.B. die Pressekonferenz des damaligen Verteidigungsministers zu Guttenberg. Zum Einen war der Angriff aus seiner Sicht nach Vorlage aller Unterlagen berechtigt und angemessen. Drei Tage später lässt er ein paar Generäle gehen (schuldig oder unschuldig) und befand den barbarischen Angriff für unangemessen, und die Bundeskanzlerin und Andere haben geäußert, dass die Tatsache, dass Zivilisten ums Leben gekommen sind, ihnen weh getan hat. Bis heute haben aber die Politiker der Bundesrepublik Deutschland den Mut nicht gehabt, die Wahrheit über Kunduz zu akzeptieren, und zumindestens sich bei den 126 Kindern, die bei diesem Bombardement ihren Vater verloren haben und deren Mütter ein feiger Befehl zu Witwen gemacht hat, zu entschuldigen. Selbstverständlich vergißt die Bevölkerung in Kunduz nicht, dass einzig und allein zwei Abgeordnete von der Links-Partei und Herr Ströbele vom Bundestag den Weg zu den Opfern gefunden haben und sich dort mit den Opfern unterhalten haben. Durch die Kriegspropaganda wurden die Opfer ständig als Taliban tituliert, u.a. auch in unverschämter Weise ein sechsjähriges Kind. Um diese Kriegspropaganda zu rechtfertigen, benötigte man natürlich Unterstützung von der korrupten Regierung in Afghanistan. Den korruptesten Gouverneur von Afghanistan und Kriegsverbrecher wie den getöteten Omar (Gouverneur von Kunduz) und den zum Millionär gemachten Atta (Gouverneur von Mazar-i-Sharif) und die abhängigen pro Regierung und pro NATO Menschenrechtsorganisationen haben sie auf ihre Seite gebracht, um die Kriegspropaganda rechtfertigen zu können, ohne zu wissen, dass die Zeit alles entlarvt. Selbst der damalige NATO-General McChrystal spricht von dem Bombardement als "feiges Verhalten, dumm und unerforderlich". Daher werden wir im Interesse der Menschenrechte und mit Verurteilung des Verbrechens vom 04.09.2009 im einzelnen die Kläger vorstellen:

1. Abdul Hannan
Der Vater von 2 Kindern, der seit dem Tod seiner beiden Kinder psychisch beeinträchtigt ist, ist der erste Kläger, mit seiner Frau. Die Frau ist seit dem Tod der Kinder nicht mehr in der Lage, fehlerfrei zu sprechen, und psychisch ebenfalls erheblich beeinträchtigt. Abdul Hannan ist Bauer und seine Frau Hausfrau. Sie haben zwei Kinder im Alter von 12 und 8 Jahren verloren. Abdul Hannan als Tageslohnarbeiter hat ermöglicht, dass seine Kinder die Schule besuchen. Auch der ältere Sohn hat ihm sehr gerne außerhalb des Familienhauses geholfen. Beide Kinder waren eine Hoffnung für die Zukunft der Familie. Nach dem Tod hat man den jüngeren, Achtjährigen, in die Liste der Taliban gestellt und den Zwölfjährigen in die Liste der Zivilisten. Diese Liste war geraume Zeit eine Quelle für die Bundesregierung, insbesondere das Verteidigungsministerium hat sich mehrmals auf diese Liste bezogen. Jetzt wissen alle in Afghanistan, dass der korrupte Gouverneur von Kunduz gemeinsam mit dem deutschen PRT innerhalb von kurzer Zeit eine Liste angefertigt hat, um die afghanische Regierung zu informieren. Die Liste ist fehlerhaft und Kunduz berühmt als "Kriegsbetrug", da mittlerweile ganz genau bekannt ist, wer in diesem barbarischen Bombardement getötet worden ist. Der Kläger Abdul Hannan und seine Frau sind beide schwer erkrankt und arbeitsunfähig. Nach der Tradition in Afghanistan "sorgen Väter für die Kinder und Kinder später für die Väter", so waren die Kinder ein Hoffnungsträger für Vater und Mutter.

2. Die Klägerin Qureisha Rauf
Die Klägerin zu 2. ist eine der Witwen des barbarischen Luftangriffs vom 04. September 2009. In diesem Bombardement ist ihr 40jähriger Mann getötet worden, welcher Ernährer der Familie war, und von seinem Lohn wurde die gesamte Familie ernährt. Die 6 Waisenkinder sind zwischen 15 und heute 3 Jahre alt. Aufgrund der sehr kalten Winter in Afghanistan wurde gebeten, dass die Kinder für diesen Winter in einem Waisenhaus aufgenommen werden. Herr Jürgen Todenhöfer, der ein Waisenhaus in Kabul gebaut hat, hat vier Kinder für diesen Winter in seinem Waisenhaus in Kabul untergebracht. Sie sind dringend auf Hilfe angewiesen. Die Frau ist die einzige Hoffnung ihrer gesamten Kinder. Durch den Verlust des Ehemannes und Vaters sind die Familienangehörigen über Nacht Bettler geworden und leben von Almosen. Als Frau und Witwe hat sie bis heute keine Unterstützung des Bundesverteidigungsministeriums erhalten, weil das Bundesverteidigungsministerium an Afghanistan die Gelder nach Männertradition an Männer verteilt hat. Der Mann, der dieses Geld für die Familie bekommen hat, ist der Familie unbekannt. Eine Erklärung vom Verteidigungsministerium oder der korrupten Menschenrechtsorganisation pro NATO konnte ebenfalls nicht gegeben werden.

 

3. Der Kläger Noor Djan
Der Kläger Noor Djan ist Invalide, einer der Verletzten des Bombardements, der arbeitsunfähig gemacht worden ist. Er hat einen Arm verloren. Die von ihm bislang erhaltenen Unterstützungen wurden für seine medizinische Behandlung ausgegeben. Er leidet immer noch unter Schmerzen, so dass wir ihm versprochen haben, neben dieser Bekanntmachung und Klage für ihn einen Hilferuf zu veröffentlichen, damit Krankenhäuser und Ärzte ihn behandeln. Er ist verheiratet und Vater von 2 Kindern. Seine Tochter Firoozan ist 3 Jahre alt und sein Sohn Omid 5 Jahre. Psychisch ist er sehr beeinträchtigt, weil er sehr darunter leidet, nicht mehr so arbeiten zu können wie früher, um seine Kinder zu ernähren, und selbst hilfsbedürftig zu sein und von Almosen abhängig zu sein.

Nun ergeht ein Hilferuf mit seinem Foto an alle Krankenhäuser und Ärzte der Bundesrepublik Deutschland:
Herr Noor Djan ist bei dem Bombardement vom 4. September 2009 verletzt worden. Die Verletzung ist dermaßen groß, dass er einen Arm verloren hat. Pakistanische und afghanische Ärzte haben seinen Arm wieder soweit an seinem Körper angebracht, dass der Körper den Arm wieder angenommen hat, allerdings ist dieser erheblich schmerzhaft. Eine Behandlung war aus Kostengründen bis heute nicht möglich. Nun wenden wir uns an Krankenhäuser und Ärzte, die bereit sind, seine Behandlungskosten zu übernehmen. Wir bitten daher um Ihre Zusage. Für Ihre Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, für die Frauen, die durch das Bombardement zu Witwen gemacht wurden und niemanden haben und sogar in ihrem Existenzminimum gefährdet sind, zum großem Teil zu klagen. Ein großer Teil der Kläger sind Witwen und Waisenkinder. Dieses war nur möglich durch die Mitarbeit unseres Rechercheteams und mithilfe des Vereins für die Rechte der Frauen in Afghanistan, dass direkt Witwen in solchen Gebieten angesprochen werden und auf ihre Rechte aufmerksam gemacht werden, die durch uns wahrgenommen werden.

 

Weitere Fotos finden Sie in der Bildergalerie.

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